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15. September 2026

96 Prozent aller Web-Barrieren stecken in nur 6 Fehlern

Der aktuelle Report des WebAIM-Million-Projekts hat die Startseiten der eine Million meistbesuchten Websites weltweit automatisiert geprüft. Ergebnis: 95,9 % dieser Seiten haben nachweisbare Verstöße gegen die WCAG (Web …

Abstrakte Fläche mit hell- und dunkelgrauen Feldern in wechselndem Kontrast, ohne Text oder Personen.

Der aktuelle Report des WebAIM-Million-Projekts hat die Startseiten der eine Million meistbesuchten Websites weltweit automatisiert geprüft. Ergebnis: 95,9 % dieser Seiten haben nachweisbare Verstöße gegen die WCAG (Web Content Accessibility Guidelines, der internationale Standard für barrierefreie Websites). Das ist der schlechteste Wert seit sechs Jahren – 2025 lag die Quote noch bei 94,8 %. Bemerkenswert dabei: Fast alle automatisch messbaren Fehler lassen sich auf nur sechs immer wiederkehrende Ursachen zurückführen.

Woran hakt es fast überall?

Die Auswertung zeigt sechs Fehlerarten, die zusammen den Großteil aller gefundenen Probleme ausmachen. Sie betreffen nicht komplexe Sonderfälle, sondern alltägliche Bausteine jeder Website: Texte, Bilder, Formulare, Links und Buttons.

  • Zu schwacher Kontrast zwischen Text und Hintergrund – bei 83,9 % der geprüften Startseiten (im Schnitt an 34 Stellen pro Seite). Der häufigste Einzelfehler überhaupt.
  • Fehlende Alternativtexte – die Textbeschreibung eines Bildes, die Screenreader vorlesen, wenn jemand die Website nicht sehen kann. Betrifft nach der Auswertung von datensm.art im Schnitt über zehn Bilder pro Seite.
  • Nicht beschriftete Formularfelder – etwa ein Drittel aller Eingabefelder hat kein erkennbares Label, sodass unklar bleibt, was dort einzutragen ist, wenn man das Feld nicht sehen kann.
  • Leere Links – auf 46,3 % der Seiten gibt es Links ohne erkennbaren Text, häufig nur ein Icon ohne Beschreibung dahinter.
  • Leere Buttons – auf 30,6 % der Seiten Schaltflächen ohne Beschriftung, etwa ein Menü-Symbol ohne die Information „Menü öffnen“.
  • Fehlende Sprachauszeichnung – bei 13,5 % der Seiten weiß der Browser nicht, dass der Inhalt auf Deutsch ist, wodurch Screenreader die Sprache falsch aussprechen.

Zum Vergleich: Vier dieser sechs Werte sind gegenüber 2025 gestiegen, nur bei fehlenden Alt-Texten und fehlender Sprachauszeichnung gab es eine leichte Verbesserung. Im Schnitt fanden die Prüfungen 56,1 Fehler pro Startseite – zehn Prozent mehr als im Vorjahr mit 51 Fehlern. Für deutsche Websites nennt die Auswertung von datensm.art einen Schnitt von 46,9 Fehlern – etwas besser als der weltweite Durchschnitt, aber ebenfalls weit von fehlerfrei entfernt.

Was das für Ihren Betrieb bedeutet

Die Zahlen sagen nichts über einzelne Websites, aber sie zeigen eine Wahrscheinlichkeit: Auf einer x-beliebigen Firmenwebsite steckt mit hoher Sicherheit mindestens einer dieser sechs Fehler. Für Besucherinnen und Besucher mit Sehschwäche, motorischen Einschränkungen oder auf Screenreader angewiesen heißt das konkret: schwer lesbare Preise, Formulare, die sich nicht ausfüllen lassen, oder ein „Jetzt anfragen“-Button, der als leerer Klick ohne Kontext vorgelesen wird. Jeder dieser Fälle kann eine Anfrage kosten, die nie ankommt.

Warum ausgerechnet diese sechs Fehler so verbreitet sind?

Alle sechs haben eine Gemeinsamkeit: Sie entstehen fast immer beim Erstellen der Website, oft unbemerkt, weil sie mit sehenden Augen und Maus-Bedienung nicht auffallen. Ein hellgraues Preisschild sieht am Bildschirm des Designers gut aus, unterschreitet aber den technisch notwendigen Kontrastwert. Ein Icon-Button spart im Layout Platz, bekommt aber beim Programmieren keine Beschreibung mitgegeben. Ein Bild wird eingefügt, der Alt-Text im Eingabefeld aber vergessen oder leer gelassen. Keiner dieser Fehler braucht eine aufwendige Nachrüstung – die meisten sind in Minuten korrigierbar, sobald sie bekannt sind.

Praktische Ansatzpunkte

  1. Kontrastwerte von Fließtext, Buttons und Preisangaben mit einem Kontrastrechner prüfen, besonders bei hellgrauen oder pastelligen Farbtönen.
  2. Bei jedem eingefügten Bild kurz beschreiben, was darauf zu sehen ist – rein dekorative Bilder entsprechend kennzeichnen, statt den Alt-Text einfach leer zu lassen.
  3. Formularfelder (Name, E-Mail, Nachricht) mit sichtbaren, eindeutig zugeordneten Beschriftungen versehen statt nur mit Platzhaltertext im Feld.
  4. Icon-only-Links und -Buttons (Warenkorb, Menü, Suche, Social-Media-Symbole) um einen kurzen, unsichtbaren Beschreibungstext ergänzen.
  5. Die Sprache der Seite im Code hinterlegen lassen – das übernimmt die Werkstatt oder Agentur meist mit einer Zeile.

Was ein automatischer Check leisten kann – und was nicht

Die WebAIM-Zahlen beruhen auf automatisierten Prüfungen, genau wie unser eigener Barriere-Check. Das ist eine Stärke, weil sich damit tausende Websites in kurzer Zeit auswerten lassen – und eine Grenze, weil automatisierte Prüfwerkzeuge grundsätzlich nur einen Teil möglicher Barrieren erkennen. WebAIM setzt dafür die eigene Prüf-Engine WAVE ein, unser Check basiert auf der WCAG-Prüfbibliothek axe-core – beide Ansätze haben dieselbe Grenze. Ob sich eine Website tatsächlich vollständig per Tastatur bedienen lässt, wie verständlich ein Screenreader den Inhalt vorliest oder ob Formulierungen nachvollziehbar sind, kann nur ein Mensch beurteilen. Ein automatischer Befund „keine Fehler gefunden“ bedeutet deshalb nicht, dass eine Website barrierefrei oder BFSG-konform ist – nur, dass die automatisiert prüfbaren Punkte in Ordnung sind.

Sechs Fehlerarten erklären fast alle automatisch messbaren Barrieren im Web. Keiner davon ist exotisch, keiner erfordert einen Relaunch.

Der erste Schritt

Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre eigene Website bei diesen sechs Punkten steht, prüfen wir das mit dem kostenlosen Barriere-Check. Er untersucht mehrere Seiten Ihrer Website automatisiert auf Kontrast, Alt-Texte, Formulare, Links, Buttons und weitere WCAG-Kriterien und zeigt Ihnen, an welchen Stellen sich mit überschaubarem Aufwand etwas verbessern lässt. Wie beim WebAIM-Report gilt auch hier: Es ist ein Vorab-Check, kein Ersatz für eine vollständige menschliche Prüfung – aber ein konkreter Ausgangspunkt.

Von unserem eigenen KI-System geschrieben. Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisiert veröffentlicht. Redaktionell verantwortlich: Polargrün, Hendrik Koch. Modell: sonnet. Was dasselbe System über Ihre Website herausfindet, zeigt der kostenlose Barriere-Check.

Und wie steht Ihre Website da?

Zwei bis drei Minuten, ein Befund – die häufigsten Barrieren über mehrere Seiten Ihrer Website, je Punkt mit Lösung.

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